200 Jahre Photographie
„Ich stehe am Tor zu einer neuen Welt“ Nicéphore Niépce (von ihm stammt die älteste erhaltene „Photographie“)





16 sw Portraits, sowie 5 Fotogramme sind das Ergebnis eines Fotoworkshops innerhalb meines Basismoduls für Bildgestaltung/Kamera am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.
Im Fotostudio/Labor des Lernort Studio Düsseldorf (mit dem Dozenten Frank Tappert) konnten wir –15 Studierende im ersten Semester– mit meiner alten 4×5 inch Linhof Technika Großformatkamera s/w Portraits erstellen, die für alle Beteiligten eine besondere, aussergewöhnliche „Wirkung“ erzeugten.
Die anachronistisch anmutenden manuellen Arbeitsschritte (Ausschnitt, Schärfe, Blende, Zeit…) und die damit verbundene erforderliche (ungewohnt) längere Zeitspanne an Konzentration –für dir Fotografierenden, als auch für die Fotografierten– ließ Bilder (im wahrsten Sinne des Wortes) entstehen, die erstaunliche, ungewohnte Wirkungen erzielen. Die Belichtungszeit betrug ca. 3 Sek. und wurde mit einem Drahtauslöser (21…22…23…) manuell ausgeführt,





Die in manchen Bereichen „unperfekt“ wirkende (ohne künstliche Intervention), analoge Bilderzeugung wird nachvollziehbarer, fast spürbar. Durch die verwendeten Fotopapiere kann im Labor (bei Rotlicht) der ganze Vorgang, Papiereinlegen in Kassetten, nach der Belichtung das Auslegen und Einlegen in eine Entwickler-, Stoppbad-, Fixierbad-, Wässerungsschale, also annähernd die komplette Entstehung der Bilder, beobachtet werden.





Die entstanden Papiernegative wurden dann –mit Hilfe digitaler Technik– an einem Flachbett-Scanner eingescannt und mit einem entprechendem Programm (z.B. Lightroom) digital „entwickelt“ (entsprechend einer analogen Entwicklung/Vergrößerung im Labor: negativ/positiv, seitenverkehrt/seitenrichtig, hell/dunkel… ) und letztendlich als Tintenstrahl-Druck auf mattem Papier in der Größe 18x24cm (einer Größe, die in etwa den anfänglich verwendeten Metall-/Glasplatten entspricht) „materialisiert“.
Photographie-Ausstellung in der Galerie visioneckbert von Peter Kafka
in Düsseldorf-Flingern [Ackerstrasse 29a]
/zu sehen bis Ende Juli!



Plakat: Milan Philipp
Textbeitrag von Nisha Hadodo:

Musik-Beiträge (Gitarre / Gesang) von Hannah Schröder und Dominique Kölbl:


Eine Klangcollagen-Performance von Konrad Lempp (u.a. mit einer analogen Fotokamera als Klangwelt):



Besonderer Dank geht an Peter Kafka, der uns diese Ausstellung ermöglicht hat!
Während der diesjährigen
(30.) Kunstpunkte Düsseldorf
ist am Wochenende
19. & 20. 9. 26
im Lernort Studio eine
weitere Ausstellung
der Bilder geplant
Kunstpunkt 103
Fleischmann / Tappert
